
Der Tod eines nahestehenden Menschen, eine schwere Diagnose, Trennung oder andere tiefgreifende Verlusterfahrungen enden nicht an der Unternehmenstür. Mitarbeitende bringen ihre Trauer, ihre Sorgen und ihre emotionalen Belastungen mit an den Arbeitsplatz und stehen gleichzeitig häufig vor der Erwartung, möglichst schnell wieder zu „funktionieren“. Doch Trauer folgt keinem Zeitplan. Sie kann Konzentration, Leistungsfähigkeit, Kommunikation und das soziale Miteinander beeinflussen und zeigt sich bei jedem Menschen anders.
Wie können Führungskräfte, Personalverantwortliche und Kolleg*innen angemessen reagieren? Was braucht ein trauernder Mensch wirklich? Welche Worte helfen und welche gut gemeinten Reaktionen können zusätzlich belasten? Wie viel Raum darf Trauer im Unternehmen bekommen, ohne dass die Anforderungen des Arbeitsalltags aus dem Blick geraten? Die Fortbildung „Und morgen wieder funktionieren? – Trauernde Mitarbeitende professionell begleiten“ vermittelt Wissen über Trauerprozesse und verbindet dieses mit konkreter Handlungskompetenz für den beruflichen Alltag. Dabei geht es nicht darum, Führungskräfte oder Kolleginnen zu Therapeutinnen oder Trauerbegleiter*innen zu machen. Vielmehr sollen Unsicherheiten reduziert, Sprachfähigkeit geschaffen und Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Unternehmen Menschen in existenziellen Lebenssituationen professionell, menschlich und gleichzeitig klar begleiten können.
Schwerpunkte:
+ Was ist Trauer?
+ Aspekte von Trauer
+ Abschiedskultur im 21. Jahrhundert
+ Die eigene Endlichkeit für ein sinnerfülltes Leben
+ Emotionskultur: Emotionale Kompetenz in der Trauer
+ Trauerkultur im Unternehmen (Auf der Grundlage einer Betriebsvereinbarung)
