„Transitionen im 21. Jahrhundert: Antworten im Kontext optimaler Elternbegleitung in frühkindlichen Bildungsinstitutionen.“ 

Ohne die intensive und vor allem vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern kann eine Eingewöhnung nicht gelingen. Jemandem zu vertrauen, dem die Eltern nicht vertrauen, ist ein Widerspruch, den die Mädchen und Jungen schnell bemerken und entsprechend in ihr Verhalten integrieren werden. Die Erinnerung an die gelungene Bewältigung dieser Transition stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und setzt den Fokus bewusst auf die Wahrnehmung von Ressourcen, die dann auf zukünftige Herausforderungen im Leben übertragen werden können. Es geht letztendlich darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Eingewöhnung, wenn sie erfolgreich bewältigt wird, die Grundlage für jeden kindlichen Entwicklungs- und Bildungsprozess darstellt.

Manchmal ist es das erste Mal, dass ein Kind in fremde Hände gegeben wird, wenn die Eingewöhnung in einer frühkindlichen Bildungsinstitution startet. Und wenn die Mutter oder der Vater dann nicht gleich bereit dazu ist, können die pädagogischen Fachkräfte nervös werden und im Zuge dessen manchmal auch vorschnell urteilen. Sätze wie „Sie müssen jetzt lernen loszulassen.“ sind natürlich nicht böse gemeint. Aufgrund der vorherrschenden ungünstigen Rahmenbedingungen, beispielsweise in Form eines mangelhaften Betreuungsschlüssels, sind diese Sätze vielleicht sogar- bedauerlicherweise- schon Standard, denn die Eingewöhnung muss ja weiter voranschreiten. Die nächste Transition wartet bereits schon und ein Verzug würde alles durcheinanderbringen im Team. Und dennoch werden die Eltern dabei unbewusst weiter unter Druck gesetzt. Alles das kann den weiteren Eingewöhnungsprozess maßgeblich erschweren. Entscheidend beim Beziehungsaufbau ist jedoch auch beim Erwachsenen, wie er bestimmte Schlüsselsituationen erlebt und je nachdem wie die Handlung beantwortet wird, gestaltet sich die Beziehung in einer bestimmten Art und Weise weiter. Diese Interaktionsgestaltung liegt im Verantwortungsbereich der pädagogischen Fachkräfte.

Schwerpunkte:

+ Aktuelles Wissen aus der Transitionsforschung

+ Übertragung der Bindungstheorie auf die Eingewöhnungsprozesse

+ Vergleich von Eingewöhnungsmodellen

+ Blickpunkt Erziehungs- und Bildungspartnerschaften im Kontext der Eingewöhnung

+ Institutionelle Rahmenbedingungen und Grenzen

+ Praxisbeispiel einer Kita vom Weg zur Umsetzung eines trägerspezifischen Eingewöhnungsmodells

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